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Datenschutz

Datenschutz-Checkliste für die Transkription von Aufnahmen

Sprachaufnahmen gehören zu Ihren sensibelsten Dateien. Bevor Sie eine Aufnahme hochladen, sollten Sie wissen, wo sie landet, wer darauf zugreifen kann, ob sie Modelle trainiert und wie Sie sie wieder löschen. Diese Fragen helfen Ihnen bei jedem Dienst weiter.

KolWrite 7 Min. Lesezeit

Die Transkriptansicht von KolWrite: Sprechernamen, Zeitmarken und die Zeile, die gerade abgespielt wird.
Was am Ende der Pipeline in der App landet: Wörter, Sprecher und Zeitmarken.

Das Wichtigste in Kürze

  • Klären Sie bei jedem Dienst fünf Fragen: Wo liegt die Audiodatei, wer verarbeitet sie, wird sie zum Training genutzt, wie lange bleibt sie gespeichert und wie lösche ich sie?
  • Lesen Sie die Sicherheits- und Datenschutzseiten des Anbieters selbst. Werbeworte wie „sicher“ und „privat“ sind keine Antworten.
  • Auch das Teilen betrifft den Datenschutz: Links, geteilte Ordner und Exporte verlassen den Schutzbereich des Dienstes.
  • Sagen Sie allen Beteiligten, dass das Gespräch aufgezeichnet und transkribiert wird, und halten Sie sich an die Regeln, die für Ihre Situation gelten.
  • Lokale Transkription auf dem Gerät und Cloud-Transkription sind beim Datenschutz zwei verschiedene Entscheidungen. Sie sollten wissen, welchen Weg Sie gerade nutzen.

Warum ist eine Aufnahme so sensibel?

Auf einer Aufnahme sind nicht bloß Worte zu hören. Sie hält auch die Stimme selbst fest, genauso wie Namen, nebenbei erwähnte Gesundheits- oder Finanzdaten und vertrauliche Bemerkungen. Ein Transkript macht aus alldem durchsuchbaren Text, der sich kopieren, weiterleiten und zitieren lässt. Wie man mit einer Aufnahme umgeht, will deshalb gut überlegt sein und ist keine bloße Formalität.

Selten liegt die Gefahr in einem großen Hackerangriff. Meist sind es ganz alltägliche Dinge: Eine Datei bleibt in einem geteilten Ordner liegen, ein Link läuft nie ab, ehemalige Kollegen kommen noch in ein altes Konto oder niemand hat je die Nutzungsbedingungen gelesen. Mit einer kurzen Checkliste vor dem Hochladen lassen sich die meisten dieser Pannen vermeiden.

Wohin gelangt die Audiodatei?

Prüfen Sie, ob die Aufnahme direkt auf Ihrem Gerät verarbeitet oder an einen Server geschickt wird. Geht sie an einen Server, sollten Sie herausfinden, wo die Server stehen und ob sowohl die Verbindung als auch die gespeicherten Dateien verschlüsselt sind. Solche Angaben gehören klar und verständlich auf die Sicherheitsseite des Anbieters.

KolWrite gibt an, dass Verbindungen verschlüsselt sind, gespeicherte Dateien mit AES-256-Verschlüsselung geschützt werden und die Hauptserver in Deutschland stehen. Daneben gibt es auch eine lokale Transkription direkt auf dem Gerät, bei der keine Inhalte an Cloud-KI-Anbieter gehen. Egal welchen Dienst Sie nutzen: Schauen Sie vorab nach, welcher Modus für Ihre aktuelle Aufnahme eingestellt ist.

Wer verarbeitet die Daten außerdem?

Viele Dienste geben Audio- oder Textdaten an Drittfirmen weiter, die die eigentlichen KI-Modelle betreiben. Der Anbieter sollte diese Firmen beim Namen nennen, genau auflisten, was jede davon erhält, und erklären, was sie damit machen dürfen. Steht auf einer Seite nur etwas von „vertrauenswürdigen Partnern“, haken Sie nach, wer genau gemeint ist.

KolWrite nennt die KI-Anbieter auf seiner Sicherheitsseite beim Namen, und die App fragt nach Ihrer Zustimmung, bevor eine Cloud-KI-Funktion Inhalte an einen Anbieter schickt. Achten Sie auch bei anderen Diensten auf diese Offenheit. Prüfen Sie außerdem, ob Mitarbeiter des Unternehmens oder seiner Anbieter Ihre Aufnahmen einsehen können und unter welchen Bedingungen.

Werden Ihre Inhalte für das Training von KI-Modellen genutzt?

Diese Frage wird am häufigsten vergessen. Manche Dienste nutzen Kundeninhalte, um ihre Modelle zu verbessern, solange Sie dem nicht widersprechen. Andere tun das grundsätzlich nicht. Die Antwort muss verständlich in den Datenschutzbestimmungen stehen und sowohl für den Dienst selbst als auch für seine Drittanbieter gelten.

KolWrite nutzt keine Kundeninhalte, um KI-Modelle zu trainieren. Für welchen Dienst Sie sich auch entscheiden, werten Sie eine schwammige Antwort als Nein und halten Sie vertrauliche Aufnahmen von jedem Anbieter fern, der diese Frage nicht klar beantworten kann.

Machen Sie einen einfachen Test: Öffnen Sie die Datenschutz- und Sicherheitsseiten des Dienstes, suchen Sie nach Wörtern wie „Training“, „verbessern“ oder „lernen“ (beziehungsweise „train“, „improve“, „learn“) und lesen Sie die Sätze drumherum. Steht dort nichts Konkretes über Ihre Inhalte oder heißt es nur pauschal, Daten würden zur „Verbesserung der Dienste“ genutzt, schreiben Sie dem Anbieter vor dem Upload und fragen Sie direkt nach.

Wie lange werden Daten gespeichert und wie löschen Sie diese?

Suchen Sie nach klaren Angaben zur Speicherdauer: Was wird wie lange aufgehoben, und was passiert, wenn Sie eine Datei löschen? Klären Sie, ob mit der Aufnahme auch Transkripte, Zusammenfassungen, Chats und andere daraus abgeleitete Texte verschwinden, und ob Kopien noch eine Zeit lang in Backups liegen bleiben. Eine gute Richtlinie spricht das offen an.

Bei KolWrite können Sie Aufnahmen, Dateien, Chats und Ihr gesamtes Konto jederzeit löschen. Ihre Inhalte bleiben nur so lange gespeichert, bis Sie sie selbst entfernen. Gelöschte Daten können noch in Sicherheitskopien verbleiben, bis diese Backups überschrieben oder gelöscht werden. Achten Sie bei jedem Dienst darauf, dass Sie Ihre Daten selbst über eine echte Funktion löschen können und sich nicht auf bloße Versprechen verlassen müssen.

Wie steuern Sie Weitergabe und Zugriff?

Sobald Sie ein Transkript per E-Mail verschicken, auf einem geteilten Laufwerk ablegen oder in einen Messenger kopieren, verlässt es den Schutz des Dienstes. Teilen Sie deshalb so wenig wie möglich: Geben Sie nur den Abschnitt weiter, der wirklich gebraucht wird, und nicht die ganze Aufnahme. Laden Sie gezielt einzelne Personen ein, statt offene Links zu verschicken, und entziehen Sie den Zugriff wieder, wenn das Projekt abgeschlossen ist.

Wenn Sie im Team arbeiten, sollten Sie klären, wer welche Aufnahmen sehen kann, ob verschiedene Rollen unterstützt werden und ob der Dienst Aktivitäten protokolliert. Verwenden Sie Konten der Organisation statt persönlicher Zugänge. So lassen sich die Zugriffsrechte entziehen, sobald jemand ausscheidet. Sperren Sie außerdem Ihre Geräte und halten Sie Ihre Apps auf dem neuesten Stand.

Häufige Fragen

Ist KI-Transkription sicher für vertrauliche Aufnahmen?

Das hängt vom Dienst und von der Aufnahme ab. Prüfen Sie, wo die Audiodatei gespeichert wird, wer sie verarbeitet, ob sie Modelle trainiert und wie Sie sie wieder löschen. Bei rechtlich heiklen Inhalten sollten Sie eine Fachperson hinzuziehen.

Trainiert KolWrite KI-Modelle mit meinen Aufnahmen?

Nein. KolWrite gibt an, dass keine Kundeninhalte genutzt werden, um KI-Modelle zu trainieren.

Wo stehen die Server von KolWrite?

Die Hauptserver von KolWrite stehen in Deutschland. Auf der Sicherheitsseite ist außerdem genau aufgeführt, wo Daten verarbeitet werden und welche KI-Anbieter zum Einsatz kommen.

Kann ich eine Aufnahme samt Transkript löschen?

Ja. Sie können Aufnahmen, Dateien, Chats und Ihr Konto bei KolWrite jederzeit löschen. Gelöschte Daten können noch in Sicherheitskopien liegen bleiben, bis diese Backups überschrieben oder gelöscht werden.

Brauche ich eine Erlaubnis, um eine Aufnahme zu transkribieren?

Die Regeln unterscheiden sich je nach Land und Situation. Informieren Sie die Beteiligten über die Aufnahme und fragen Sie eine qualifizierte Fachperson nach den rechtlichen Vorgaben.

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