Das Wichtigste in Kürze
- Ein Transkript mit Sprecherkennungen und Zeitstempeln ist das richtige Ausgangsmaterial für einen Assistenten. So sehen Sie sofort, woher eine Antwort stammt, und können die Stelle nachprüfen.
- Verlangen Sie zu jeder Antwort den Zeitstempel und das wörtliche Zitat. Weisen Sie den Assistenten an, „nicht gefunden“ zu schreiben, wenn das Transkript die Antwort nicht hergibt.
- Übernehmen oder veröffentlichen Sie kein Zitat, ohne es vorher im Transkript gegenzulesen. Wenn es darauf ankommt, hören Sie auch in die Audioaufnahme hinein.
- Überlegen Sie vor dem Einfügen, was Sie einem Assistenten anvertrauen wollen. Streichen Sie Namen und vertrauliche Angaben, wo immer es geht.
- Lange Transkripte teilen Sie am besten nach Zeitbereichen in kleinere Abschnitte auf. Das letzte Wort sollte immer ein Mensch haben.
Warum eignet sich ein Transkript so gut für einen KI-Assistenten?
Assistenten arbeiten mit Text. Eine Stunde Audio lässt sich in kein Chatfenster kopieren, ein Transkript dagegen schon. Stehen dort auch Sprechernamen und Zeitstempel, sind bei jeder Aussage Person und genaue Stelle bekannt, sodass jede Antwort direkt auf ihre Quelle verweisen kann. Das unterscheidet einen Assistenten, der bloß rät, von einem, dessen Angaben Sie überprüfen können.
Fleißarbeit erledigt ein Assistent schnell. Er sucht sämtliche Stellen zu einem Thema heraus, stellt Beschlüsse zusammen, hält die Aussagen zweier Personen nebeneinander, schreibt eine Zusammenfassung für eine bestimmte Zielgruppe oder leitet offene Fragen aus einer langen Runde ab. Das spart Stunden. Eines kann er jedoch nicht: wissen, was tatsächlich gesagt wurde, sofern es nicht genau so in Ihrem Text steht.
Wie nutzen Sie das direkt in KolWrite oder über die API?
In KolWrite laden Sie Ihre Aufnahme hoch und bekommen ein Transkript mit Sprecherkennungen und Zeitstempeln. Anschließend können Sie eine Zusammenfassung erstellen lassen oder direkt im Chat Fragen an das Transkript stellen. Das bietet sich an, wenn Antwort und Originalton nah beieinander liegen sollen, denn Sie können genau die Sekunde abspielen, auf die der Assistent verweist. Zusammenfassungen, Übersetzungen zwischen den unterstützten Sprachen und Exporte laufen alle über dasselbe Transkript.
Wenn Sie lieber mit einem anderen Assistenten arbeiten, exportieren Sie das Transkript als TXT, DOCX oder JSON. Entwickler und KI-Agenten erreichen die KolWrite API außerdem unter console.kolwrite.com. Man übergibt ihr eine Audio- oder Video-URL und erhält Textsegmente mit Wort-Zeitstempeln und Sprecherkennungen als JSON, einfachen Text oder SRT zurück. In der Konsole liegen auch die Dokumentation und die Anweisungen bereit, die ein KI-Programmieragent liest, bevor er Code schreibt.
Egal für welchen Weg Sie sich entscheiden: Vergessen Sie nicht, dass ein Transkript automatisch entsteht und Fehler enthält. Arbeitet der Assistent mit einem falsch geschriebenen Namen, wiederholt er ihn voller Überzeugung.
Wie stellen Sie Fragen, die verlässliche Antworten liefern?
Lassen Sie sich zu jeder Antwort gleich den Beleg mitliefern. Schreiben Sie zum Beispiel: „Liste die Entscheidungen aus dieser Besprechung auf. Gib zu jeder Entscheidung den Zeitstempel an und zitiere den Satz wörtlich. Wenn das Transkript zu einem Punkt keine Entscheidung enthält, schreibe ‚nicht gefunden‘. Nutze kein Wissen außerhalb des Transkripts.“ So sehen Sie auf einen Blick, ob die Antwort stimmt, und bremsen freie Erfindungen aus.
Formulieren Sie Ihren Auftrag so konkret wie möglich. Die Frage „Wer hat was zum Budget gesagt?“ bringt mehr als „Fasse die Budgetdiskussion zusammen.“ Geben Sie an, für wen der Text gedacht ist und wie lang er werden soll. Fragen Sie gezielt nach Widersprüchen statt nur nach Punkten, bei denen sich alle einig waren. Und fragen Sie, was offen geblieben ist. Darin sind Assistenten stark, während man selbst leicht vergisst, danach zu fragen.
Vorsicht bei Zählungen und genauen Zahlen. Assistenten erfassen Inhalte und Zusammenhänge gut, tun sich aber schwer damit zu rechnen oder mitzuzählen, wie oft etwas gesagt wurde. Wenn eine Zahl wichtig ist, suchen Sie die Stelle lieber selbst im Text.
Wie stellen Sie sicher, dass Zitate exakt bleiben?
Manchmal setzt ein Assistent eine bloße Umschreibung in Anführungszeichen. Suchen Sie im Transkript nach dem genauen Wortlaut, bevor Sie ein Zitat übernehmen. Finden Sie die Wörter dort nicht, hat der Assistent umformuliert. Verlangen Sie ein wörtliches Zitat samt Zeitstempel und prüfen Sie das Ergebnis per Textsuche gegen.
Bei allem, was veröffentlicht, einer namentlich genannten Person zugeschrieben oder als Entscheidungsgrundlage genutzt wird, sollten Sie noch einen Schritt weiter gehen und sich die Audioaufnahme anhören. Da das Transkript automatisch erstellt wird, wird aus einem falschen Wort im Text auch ein falsches Wort im Zitat. Journalisten und Juristen arbeiten nach genau dieser Regel, und sie gilt für jedes Zitat von Tragweite.
Was sollten Sie bedenken, bevor Sie ein Transkript teilen?
In einem Transkript können personenbezogene Daten, Geschäftsgeheimnisse, Gesundheitsangaben oder Aussagen anderer Personen stehen. Bevor Sie den Text in einen Assistenten kopieren, klären Sie folgende Fragen: Wer betreibt den Dienst? Werden Ihre Inhalte gespeichert oder für das Training genutzt? Und dürfen Sie das Material überhaupt weitergeben? Prüfen Sie die Richtlinien Ihrer Organisation und ob die aufgenommenen Teilnehmer zugestimmt haben.
Geben Sie nur so viel weiter wie nötig. Streichen Sie Namen, Nummern und andere Angaben, über die man Personen erkennen kann, wenn sie für die Aufgabe keine Rolle spielen, oder ersetzen Sie sie durch Platzhalter. Schicken Sie nur den Ausschnitt, zu dem Sie eine Frage haben. Bei sehr vertraulichen Inhalten sollten Sie ganz auf externe Assistenten verzichten.
Wie KolWrite selbst mit Daten umgeht, steht auf der Sicherheitsseite: verschlüsselte Verbindungen, Speicherung mit AES-256, Server in Deutschland, namentlich genannte KI-Anbieter und kein KI-Training mit Kundeninhalten. Stellen Sie dieselben Fragen auch bei jedem anderen Werkzeug, das Sie einsetzen. Hinweis: Die KolWrite-Desktop-Anbindung für externe KI-Programme wird derzeit noch entwickelt und steht noch nicht bereit.
Wie arbeiten Sie mit einem sehr langen Transkript?
Zerlegen Sie den Text in kleinere Teile. Gliedern Sie ein langes Transkript nach Zeitbereichen oder Themen, stellen Sie zu jedem Abschnitt dieselbe Frage und lassen Sie den Assistenten die Teilergebnisse am Ende zusammenführen. Bei sehr langen Texten gehen Details in der Mitte leicht unter. Kleinere Abschnitte lassen sich viel besser kontrollieren.
Halten Sie fest, was Sie gefragt haben. Speichern Sie funktionierende Prompts zusammen mit dem Datum und der Version des Transkripts ab. Dann haben Sie für die nächste Besprechung direkt eine Vorlage zur Hand.
Überlassen Sie die Endabnahme immer einem Menschen. Der Assistent kann eine Zusammenfassung, eine Aufgabenliste oder einen Antwortentwurf liefern. Danach muss aber jemand den Text lesen, die wichtigen Stellen mit Transkript und Audio abgleichen und für das Ergebnis geradestehen.
Häufige Fragen
Kann ich ein Transkript in jeden beliebigen KI-Assistenten einfügen?
Nur wenn Sie die Inhalte auch mit diesem Dienst teilen dürfen. Klären Sie vorher, wer dahintersteht, wie Ihr Text gespeichert wird und ob Ihre Daten zum Trainieren von Modellen genutzt werden.
Warum zitiert der Assistent manchmal Dinge, die gar nicht gesagt wurden?
Assistenten sagen sprachlich flüssigen Text voraus und können dabei Aussagen frei umschreiben oder Details hinzuerfinden. Suchen Sie im Transkript nach dem genauen Wortlaut und hören Sie sich die Audioaufnahme an, wenn es auf Genauigkeit ankommt.
Wie erhalte ich Antworten, die ich überprüfen kann?
Fordern Sie zu jedem Punkt den Zeitstempel und das wörtliche Zitat an. Weisen Sie den Assistenten außerdem an, „nicht gefunden“ zu antworten, wenn das Transkript die Antwort nicht enthält.
Kann ein KI-Agent direkt auf KolWrite zugreifen?
Ja, Entwickler und Agenten können über die KolWrite API unter console.kolwrite.com aus einer Audio- oder Video-URL Wort-Zeitstempel, Sprecherkennungen und SRT-Dateien abrufen.
Trainiert KolWrite KI-Modelle mit meinen Transkripten?
Nein. Laut der Sicherheitsseite von KolWrite werden Kundeninhalte nicht für das Training von KI-Modellen verwendet.
