Das Wichtigste in Kürze
- Fragen Sie vor der Aufnahme um Erlaubnis und halten Sie sich an die Regeln Ihrer Hochschule. Nutzen Sie Aufzeichnungen nur für das eigene Studium, außer die Lehrperson erlaubt etwas anderes.
- Welche App Sie nutzen, ist zweitrangig. Wichtiger sind ein ruhiger Sitzplatz, eine kurze Testaufnahme und dass das Aufnahmegerät nah an der vortragenden Person liegt.
- In einem Transkript mit Zeitstempeln können Sie gezielt nach einem Begriff suchen und sich genau die Minute noch einmal anhören, in der er erklärt wird.
- Die Lernnotizen schreiben Sie selbst. Nehmen Sie die Zusammenfassung als Gliederung und halten Sie dann Fachbegriffe, die Kernaussage und Ihre eigenen Fragen fest.
- Prüfen Sie sich beim Lernen selbst mit Ihren Notizen ab. Hören Sie in die Aufnahme nur noch an den Stellen hinein, die Sie nicht allein erklären können.
Darf man eine Vorlesung aufnehmen?
Fragen Sie immer zuerst nach. Die meisten Universitäten und Hochschulen haben feste Regeln für Tonaufnahmen in Lehrveranstaltungen, und auch die Dozierenden gehen unterschiedlich damit um. Manche begrüßen Aufnahmen, andere erlauben sie nur für das eigene Studium, und wieder andere verbieten sie ganz. Fragen Sie die Lehrperson oder schauen Sie ins Modulhandbuch, und richten Sie sich danach.
Eine Vorlesung gehört der Person, die sie hält, und auf der Tonspur können auch andere Studierende zu hören sein. Nutzen Sie die Aufnahme deshalb nur für Ihr eigenes Studium. Stellen Sie die Datei nicht ins Netz, geben Sie sie nicht ohne Erlaubnis weiter und fragen Sie die Lehrperson, bevor Sie die Aufnahme mit Kommilitonen teilen. Wenn Mitstudierende wegen der Barrierefreiheit eine Aufzeichnung brauchen, wenden Sie sich an die Beratungsstelle Ihrer Hochschule.
Wie gelingt eine Aufnahme, die sich gut transkribieren lässt?
Setzen Sie sich weit nach vorn. Legen Sie Ihr Smartphone oder Aufnahmegerät möglichst nah an die Lehrperson und richten Sie das Mikrofon auf sie aus, statt das Gerät flach auf einen Tisch zu legen, an dem es ständig rumpelt. Machen Sie vorher eine einminütige Testaufnahme und hören Sie sie mit Kopfhörern ab. Bevor es losgeht, schließen Sie alle Apps, die dazwischenfunken könnten, schalten wenn möglich in den Flugmodus und prüfen, ob Akku und Speicherplatz reichen.
Nehmen Sie die gesamte Veranstaltung nach Möglichkeit am Stück in einer Datei auf. Wenn etwas Wichtiges passiert, zum Beispiel ein Hinweis zur Prüfung oder eine Skizze an der Tafel, schreiben Sie sich die Uhrzeit in Ihren Block. So finden Sie die Stelle später schnell wieder. Wortmeldungen aus dem Hörsaal sind auf der Aufnahme oft kaum zu verstehen, schreiben Sie Fragen von Mitstudierenden deshalb am besten direkt mit.
Bei einer Online-Vorlesung laden Sie die Aufzeichnung am besten direkt von der Plattform herunter, falls das geht, und nutzen diese Datei. Wenn Sie im Hörsaal mit dem Smartphone aufgenommen haben, laden Sie die unveränderte Originaldatei hoch.
Was bringt ein Transkript zusätzlich zur Aufnahme?
Mit einem Transkript können Sie die Vorlesung gezielt durchsuchen. Sie müssen nicht mehr durch zwei Stunden Tonspur spulen, um einen bestimmten Punkt zu finden, sondern tippen das Stichwort ein und springen direkt zur richtigen Stelle. Über die Zeitstempel können Sie unklare Passagen noch einmal aufrufen und sich genau diesen Ausschnitt anhören. Bei KolWrite laden Sie Ihre Aufnahme hoch, bekommen ein Transkript mit Zeitstempeln, können eine Zusammenfassung sowie Lernnotizen erstellen lassen und alles als Word- oder PDF-Datei speichern.
Automatische Transkriptionen sind nicht fehlerfrei, und gerade in Vorlesungen kommen viele schwierige Wörter vor: Fachbegriffe, Namen von Forschenden, Formeln oder fremdsprachige Ausdrücke. Gehen Sie das Transkript deshalb mit Ihren Kursunterlagen durch und korrigieren Sie falsch geschriebene Begriffe und Namen. Sonst landet ein Fehler aus den Notizen am Ende in Ihrer Prüfungsantwort.
KolWrite transkribiert in über 100 Sprachen, darunter auch Hebräisch und Arabisch. Das ist praktisch, wenn das Seminar in einer Sprache stattfindet und die Pflichtlektüre in einer anderen ist, oder wenn Dozierende im Vortrag zwischen Sprachen wechseln.
Wie werden aus einem Transkript gute Lernnotizen?
Sehen Sie die automatische Zusammenfassung als groben Wegweiser, nicht als fertige Notizen. Lesen Sie sie zuerst, um den Aufbau der Sitzung zu überblicken. Danach gehen Sie das Transkript Abschnitt für Abschnitt durch und schreiben Ihre eigenen Notizen. Halten Sie den Hauptgedanken fest, die wichtigsten Begriffe samt Definition, gute Beispiele zum Verständnis und Verweise auf frühere Sitzungen.
Notieren Sie sich beim Durcharbeiten gleich mögliche Fragen. Was könnte dazu in der Prüfung drankommen? Was unterscheidet diese beiden Begriffe? Warum ergibt sich dieser Schritt aus dem vorherigen? Mit solchen Fragen können Sie sich später gezielt selbst abfragen, und dabei bleibt deutlich mehr hängen als beim bloßen Durchlesen.
Legen Sie sich für den Kurs ein kleines Glossar an. Tragen Sie jeden neuen Fachbegriff einmal ein, erklären Sie ihn kurz in eigenen Worten und notieren Sie den Zeitstempel der Vorlesung, in der er zum ersten Mal vorkam. So wächst bis zum Semesterende ein praktisches Nachschlagewerk für die Prüfungsvorbereitung.
Markieren Sie alles, was Ihnen unklar bleibt. Wenn Sie bei einer Erklärung im Text den Faden verlieren, setzen Sie ein Fragezeichen und den Zeitstempel an den Rand. Genau diese Stellen nehmen Sie dann mit in die Sprechstunde, in Ihre Lerngruppe oder in die nächste Sitzung. Wenn Sie konkret nach einer bestimmten Minute der Vorlesung fragen, bekommen Sie eine viel klarere Antwort, als wenn die Lehrperson noch einmal das ganze Thema aufrollen soll.
Wie lernt man mit Vorlesungsaufnahmen für die Prüfung?
Lernen Sie aktiv. Decken Sie Ihre Notizen ab und erklären Sie ein Thema laut aus dem Kopf. Vergleichen Sie das dann mit Ihren Aufzeichnungen, streichen Sie sich an, was gefehlt hat, und schauen Sie nur für diese Lücken noch einmal ins Transkript oder hören in die Aufnahme hinein. Teilen Sie sich den Stoff außerdem auf mehrere Tage auf, statt alles auf einmal lernen zu wollen.
Suchen Sie im Transkript nach Themen, die Ihre Dozentin oder Ihr Dozent über mehrere Wochen hinweg immer wieder aufgegriffen hat. Kopieren Sie diese Textstellen in ein eigenes Dokument und lesen Sie sie hintereinander weg. Daran erkennen Sie gut, wie die Lehrperson verschiedene Gedanken über das Semester hinweg verknüpft, was besonders für Essayfragen in der Prüfung hilft.
Nutzen Sie Aufzeichnungen nicht als Ersatz für den Vorlesungsbesuch. Wenn Sie selbst im Raum sitzen, können Sie Fragen stellen und erleben direkt, was die Lehrperson betont. Die Aufnahme fängt Details auf, die Ihnen entgangen sind, lädt aber nicht zum Abschalten ein.
Wo liegen die Grenzen?
Ein Transkript hält nur fest, was gesagt wurde, nicht aber, was im Raum zu sehen war. Wenn die Lehrperson auf eine Folie deutet oder etwas an die Tafel zeichnet, machen Sie ein Foto oder zeichnen Sie es im Block ab und legen Sie es zum Transkript. Gleichen Sie Formeln, Zahlen und Schreibweisen außerdem immer mit den Vorlesungsfolien und dem Lehrbuch ab.
Automatische Zusammenfassungen übersehen manchmal Punkte, die der Lehrperson sehr wichtig waren, und heben dafür Nebensächlichkeiten hervor. Schauen Sie in Ihren Seminarplan, um einzuschätzen, worauf es wirklich ankommt. Nehmen Sie jede automatisch erstellte Zusammenfassung nur als ersten Entwurf und gleichen Sie sie damit ab, wie Sie selbst den Stoff verstanden haben.
Häufige Fragen
Brauche ich die Erlaubnis der Dozierenden, um eine Vorlesung aufzunehmen?
Ja. Fragen Sie immer vorher nach und informieren Sie sich über die Regeln Ihrer Hochschule. Viele Hochschulen erlauben Aufnahmen für das eigene Studium, manche verbieten sie aber auch komplett.
Darf ich das Transkript einer Vorlesung mit Kommilitonen teilen?
Fragen Sie vorher die Lehrperson. Die Vorlesung ist ihr geistiges Eigentum, und auf der Aufnahme können auch andere Studierende zu hören sein.
Wie lange dauert es, aus einer Vorlesung Lernnotizen zu erstellen?
Ein Transkript durchzulesen und zu korrigieren geht deutlich schneller, als sich die gesamte Aufnahme noch einmal anzuhören. Das eigentliche Lernen passiert dann, wenn Sie aus diesem Text Ihre eigenen Notizen herausschreiben. Und das dauert eben so lange, bis Sie den Stoff wirklich durchdrungen haben.
Kann KolWrite Vorlesungen auf Hebräisch oder Arabisch transkribieren?
Ja. KolWrite transkribiert in über 100 Sprachen und unterstützt dabei auch Hebräisch und Arabisch vollständig. Fachbegriffe und Eigennamen sollten Sie danach aber immer noch einmal mit Ihren Kursunterlagen abgleichen.
Reicht eine Zusammenfassung für die Prüfung aus?
Nein, eine Zusammenfassung gibt nur eine grobe Gliederung. Lernen Sie mit den Notizen, die Sie selbst geschrieben haben, und testen Sie damit, woran Sie sich erinnern.
