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Aufnahme

So nehmen Sie den Systemton Ihres Mac auf

Auf einem Mac laufen Inhalte wie ein Gespräch, ein Webinar oder eine im Browser gestreamte Vorlesung, deren Ton kein Mikrofon im Raum sauber einfangen kann. Nehmen Sie direkt den eigenen Ton des Computers auf, ist das Problem gelöst, sofern Sie das Ganze mit etwas Sorgfalt einrichten.

KolWrite 6 Min. Lesezeit

Die Transkriptansicht von KolWrite: Sprechernamen, Zeitmarken und die Zeile, die gerade abgespielt wird.
Was am Ende der Pipeline in der App landet: Wörter, Sprecher und Zeitmarken.

Das Wichtigste in Kürze

  • Wer das Systemaudio aufnimmt, zeichnet direkt auf, was der Computer abspielt. Es gibt keinen Raumhall und keinen Umweg über die Lautsprecher.
  • Über den Systemton hören Sie die anderen Gesprächsteilnehmer, Ihre eigene Stimme kommt über das Mikrofon. Für ein komplettes Gespräch brauchen Sie beides.
  • Setzen Sie Kopfhörer auf. Sonst läuft das Gespräch über die Lautsprecher und Ihr Mikrofon nimmt alles doppelt auf.
  • macOS fragt nach einer Berechtigung, bevor eine App aufnehmen darf. Solange Sie diese nicht erteilen, bleibt die Aufnahme möglicherweise stumm.
  • Machen Sie vorab einen kurzen Test. Nach einer Stunde vor einer stummen Datei zu sitzen, ist der häufigste Fehler, und er lässt sich leicht vermeiden.

Warum den Computerton statt des Raums aufnehmen?

Hält man ein Smartphone vor die Laptop-Lautsprecher, muss der Ton erst durch den Lautsprecher, dann durch den Raum und schließlich ins Mikrofon. Bei jedem Schritt geht Qualität verloren. Nehmen Sie dagegen den Computerton direkt auf, fällt dieser Umweg weg. In der Datei landet genau das Signal, das der Rechner an die Lautsprecher schickt. Jedes Wort bleibt so klar wie im Gespräch selbst.

Das lohnt sich vor allem, wenn Sie nur zuhören oder einen sauberen Mitschnitt brauchen, zum Beispiel bei einer Online-Vorlesung, einem Webinar, einer aufgezeichneten Präsentation oder einem Gespräch, in dem hauptsächlich die anderen reden. Außerdem fällt die Aufnahme so weniger auf, als wenn ein zweites Gerät auf dem Schreibtisch liegt.

Was erfasst die Systemaudio-Aufnahme und was fehlt?

Zum Systemaudio gehört alles, was der Mac abspielt, also Stimmen aus einem Videoanruf, einem Browser-Tab oder einem Mediaplayer. Ihre eigene Stimme fehlt darin, weil sie nie über die Lautsprecher läuft. Auch Gespräche im selben Raum oder über ein separates Telefon werden nicht mitgeschnitten.

Für einen vollständigen Mitschnitt müssen Sie den Computerton und Ihr Mikrofon zusammen aufnehmen. Auf dem Mac kann KolWrite den internen Ton des Rechners aufzeichnen und erfasst so beide Seiten eines Gesprächs. Nimmt Ihr Programm nur eine Quelle auf, fehlt im fertigen Transkript die halbe Unterhaltung.

Prüfen Sie vor einem wichtigen Telefonat, welche Quellen Ihr Programm wirklich mitschneidet. Das geht schnell: Sprechen Sie einen Satz ein, spielen Sie kurz ein Video ab und hören Sie sich die Aufnahme an. Ihre Stimme und das Video sollten beide gut verständlich und ähnlich laut sein. Ist eines davon deutlich leiser, passen Sie den Mikrofonpegel an und testen Sie noch einmal. Eine zu leise Stimme lässt sich beim Transkribieren später kaum noch retten.

Warum ist meine Aufnahme auf dem Mac stumm?

macOS schützt das, was auf dem Computer läuft. Bevor eine App den Bildschirm oder den Systemton mitschneiden darf, braucht sie in den Datenschutzeinstellungen Ihre ausdrückliche Freigabe. Wenn Sie die Abfrage wegklicken oder einmal ablehnen, sieht es oft so aus, als würde die App normal aufnehmen. Am Ende ist die Datei aber stumm.

Bleibt eine Aufnahme stumm, öffnen Sie die Datenschutzeinstellungen Ihres Mac. Suchen Sie die App in der Liste der Programme mit Aufnahmeberechtigung, schalten Sie die Freigabe ein und starten Sie die App neu, falls Sie dazu aufgefordert werden. Da die Menüs in den einzelnen macOS-Versionen unterschiedlich heißen, suchen Sie direkt nach dem Bereich Datenschutz, statt sich an feste Klickpfade zu halten. Mit einer zehnsekündigen Testaufnahme prüfen Sie danach, ob alles klappt.

Wie beeinflussen Kopfhörer und Lautstärke die Aufnahme?

Nutzen Sie bei Gesprächsaufnahmen immer Kopfhörer. Ohne Kopfhörer kommt die Stimme der anderen Person aus den Lautsprechern und landet einen Sekundenbruchteil nach dem Direktsignal noch einmal in Ihrem Mikrofon. Dadurch entsteht auf Ihrer Tonspur ein Echo, das man später kaum wieder herausbekommt.

Wie laut Sie die Ausgabe am Mac einstellen, ändert meist nur das, was Sie selbst hören, nicht die Aufnahme. Achten Sie aber auf einen guten Eingangspegel beim Mikrofon. Sprechen Sie normal laut mit etwa einer Handbreit Abstand ins Mikrofon. Die Pegelanzeige sollte ausschlagen, aber nicht dauerhaft ganz oben kleben. Wenn der Ton ständig übersteuert, lässt sich das nachträglich nicht mehr reparieren.

Welche Gewohnheiten sorgen für zuverlässige Aufnahmen?

Schalten Sie vorab alle Hinweistöne aus. Das Klingeln von E-Mails, Chats und Kalendern gehört zum Systemton und landet sonst mitten in Ihrer Gesprächsaufnahme. Schalten Sie „Nicht stören“ ein oder stellen Sie zumindest die Apps stumm, die sich am häufigsten melden.

Achten Sie auf genügend freien Speicherplatz und hängen Sie den Mac bei längeren Sitzungen ans Stromnetz. Der Rechner darf während der Aufnahme nicht in den Ruhezustand gehen. Starten Sie die Aufnahme ein paar Sekunden, bevor der Ton einsetzt, und stoppen Sie erst nach dem letzten Wort. Stille lässt sich leicht wegschneiden, ein verpasster erster Satz lässt sich aber nicht wiederherstellen.

Was passiert nach dem Beenden der Aufnahme?

In KolWrite wird aus der Aufnahme ein Transkript mit Sprecherkennungen und Zeitstempeln. Kontrollieren Sie zuerst diese Kennungen. Wenn sich zwei Personen einen einzigen Audiokanal teilen, kann ein kurzer Einwurf der falschen Person zugeordnet werden. Prüfen Sie als Nächstes Namen, Zahlen und jeden Satz, den Sie wörtlich zitieren wollen, anhand der Originalaufnahme, denn automatische Transkriptionen können Fehler enthalten.

Sagen Sie allen Teilnehmenden vor dem Start Bescheid, dass Sie aufnehmen. Welche Regeln für die Einwilligung gelten, hängt vom Land und der jeweiligen Situation ab, und manche Organisationen haben eigene Vorgaben. Fragen Sie im Zweifel bei der Organisation oder einer Rechtsberatung nach. Wenn alles fertig ist, können Sie den Text als TXT, DOCX, PDF oder SRT exportieren.

Häufige Fragen

Kann ein Mac seinen eigenen Ton ohne zusätzliche Hardware aufnehmen?

Ja, wenn Sie eine App nutzen, die die Berechtigung hat, den Systemton aufzunehmen. KolWrite kann auf dem Mac das interne Audiosignal direkt abgreifen. Sie brauchen also weder ein Loopback-Kabel noch ein zweites Gerät.

Wird dabei auch mein Mikrofon aufgenommen?

Im reinen Systemton ist Ihre eigene Stimme nicht enthalten. Damit beide Seiten eines Gesprächs zu hören sind, müssen Sie den Computerton und Ihr Mikrofon gleichzeitig aufnehmen.

Warum enthält meine Datei keinen Ton?

Meistens fehlt die Aufnahmeberechtigung. Geben Sie die App in den Datenschutzeinstellungen Ihres Mac frei und machen Sie danach einen zehnsekündigen Test.

Darf ich andere Personen in einem Gespräch aufnehmen?

Sagen Sie den anderen vorher Bescheid. Die Gesetze zu Tonaufnahmen unterscheiden sich je nach Land und Zusammenhang. Bei heiklen Inhalten sollten Sie sich vorher bei Ihrer Organisation oder einer Rechtsberatung absichern.

Kann ich eine Aufnahme transkribieren, die mit einem anderen Programm erstellt wurde?

Ja. Laden Sie einfach die Audio- oder Videodatei in KolWrite hoch und prüfen Sie das fertige Transkript anschließend anhand der Aufnahme.

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