Das Wichtigste in Kürze
- An vielen israelischen Arbeitsplätzen werden jeden Tag mehrere Sprachen gesprochen. Planen Sie das bei der Transkription gleich fest ein, statt es als Sonderfall zu behandeln.
- Schauen Sie zuerst nach, ob Ihre Sprache unterstützt wird. Testen Sie den Ablauf dann mit einem kurzen Ausschnitt Ihrer eigenen Sprecher.
- Eine einzelne Datei kann mehrere Sprachen enthalten. Prüfen Sie die Stellen, an denen die Sprache wechselt, denn dort häufen sich erfahrungsgemäß die Fehler.
- Namen tauchen oft in verschiedenen Schriften wie Kyrillisch, Lateinisch und Hebräisch auf. Legen Sie pro Person eine Schreibweise fest und bleiben Sie dabei.
- Jedes übersetzte Transkript ist zunächst ein Entwurf. Alles, was zitiert, verschickt oder abgelegt wird, sollte jemand gegenlesen, der beide Sprachen fließend beherrscht.
Welche Sprachen kommen in israelischen Aufnahmen vor?
An Hebräisch und Arabisch denken die meisten zuerst, doch im israelischen Arbeitsalltag hört man oft noch mehrere andere Sprachen. Große Bevölkerungsgruppen sprechen Russisch, Englisch und Französisch. Auch Spanisch, Amharisch und andere Sprachen gehören in Kliniken, Schulen, Beratungsstellen, Gemeinden und Familienbetrieben zum Alltag. In einem einzelnen Büro wird vielleicht eine Besprechung auf Hebräisch abgehalten, ein Dokument auf Englisch geprüft und ein Kundengespräch auf Russisch geführt.
Beim Transkribieren wirkt sich das direkt auf die Praxis aus. Die auf der Aufnahme gesprochene Sprache ist nicht immer die Sprache, die später gelesen werden soll. Eine Führungskraft braucht vielleicht hebräische Notizen zu einem russischen Telefonat. Eine Lehrkraft benötigt eventuell den Text einer Französischstunde. Und in der Forschung müssen Interviews in drei Sprachen möglicherweise in einem einzigen durchsuchbaren Archiv abgelegt werden.
Wie stellen Sie fest, ob Ihre Sprache unterstützt wird?
Schauen Sie zuerst in die Liste der unterstützten Sprachen. KolWrite transkribiert in mehr als 100 Sprachen, mit erstklassiger Unterstützung für Hebräisch und Arabisch. Steht eine Sprache auf der Liste, kann das System damit umgehen. Wie gut das Ergebnis ausfällt, hängt aber immer auch von den Sprechern, dem Akzent, der Raumakustik und dem Thema ab. Außerdem ist die Erkennung nicht in jeder Sprache gleich gut.
Machen Sie deshalb immer vorab einen Test mit einem kurzen Ausschnitt Ihrer eigenen Aufnahmen, mit genau dem Mikrofon und den Sprechern aus Ihrem Alltag. Gehen Sie das Transkript dann mit jemandem durch, der die Sprache beherrscht, und achten Sie besonders auf Namen, Zahlen und Fachbegriffe. Bei weniger verbreiteten Sprachen sollten Sie mehr Zeit für die Korrektur einplanen.
Wie geht man mit mehrsprachigen Aufnahmen um?
Aufnahmen mit mehreren Sprachen laufen meistens nach einem von zwei Mustern ab. Entweder wechselt die Sprache von Sprecher zu Sprecher oder zwischen einzelnen Abschnitten, etwa wenn in einer Runde jemand Russisch spricht und die anderen auf Hebräisch antworten. Oder eine Person wechselt mitten im Satz die Sprache. Dieser zweite Fall ist schwerer zu transkribieren, weil weder eine Pause noch ein Sprecherwechsel den Übergang markiert.
Wählen Sie beim Hochladen die Hauptsprache der Aufnahme aus. Die Abschnitte in den anderen Sprachen gehen Sie danach besonders gründlich durch. Über die Sprecherlabels und Zeitstempel springen Sie direkt zu den Wechseln und prüfen unsichere Stellen, ohne die ganze Aufnahme noch einmal anhören zu müssen.
Ist eine Aufnahme lang und sind die Sprachen klar voneinander getrennt, zum Beispiel eine Stunde Russisch und danach eine Stunde Hebräisch, verarbeiten Sie die beiden Abschnitte getrennt. So wird jeder Teil in seiner eigenen Sprache transkribiert und geprüft.
Wie verhalten sich Namen und Schriftsysteme zwischen den Sprachen?
Einen russischen Namen schreibt man auf Kyrillisch, in einer oder mehreren lateinischen Varianten und auf Hebräisch. Diese Schreibweisen passen nicht immer eins zu eins zusammen. Dieselbe Person heißt dann in verschiedenen Dokumenten mal Alexander, mal Aleksandr oder steht dort in hebräischer Umschrift. In Transkripten passiert genau dasselbe, weil jede Sprache eigene Regeln für die Umschrift hat.
Legen Sie vorher schriftlich fest, in welcher Schrift und Schreibweise jeder Name im fertigen Text stehen soll. Bei Personen richten Sie sich nach offiziellen Dokumenten oder danach, wie die Person ihren Namen selbst schreibt. Bei Orten und Organisationen übernehmen Sie die Schreibweise, die die Einrichtung selbst nutzt. Suchen Sie anschließend im Transkript nach allen anderen Varianten und ersetzen Sie diese.
Auch Zahlen und Daten schreibt man je nach Sprache anders. Manche Sprachen trennen Dezimalstellen mit einem Komma, während im Hebräischen und Englischen ein Punkt steht. Auch die Reihenfolge von Tag und Monat wechselt. Legen Sie ein festes Format für Ihr Dokument fest und gleichen Sie jede Zahl noch einmal mit der Aufnahme ab.
Was sollten Sie prüfen und wann sind Fachleute gefragt?
Prüfen Sie Namen, Zahlen, Daten und Fachbegriffe anhand der Originalaufnahme. Lassen Sie die Übersetzung danach von jemandem lesen, der beide Sprachen beherrscht. Achten Sie darauf, ob Sätze fehlen, etwas unbeabsichtigt ergänzt wurde oder sich der Tonfall verschoben hat. Automatische Transkripte und Übersetzungen enthalten immer ein paar Fehler.
Geht es um wichtige Unterlagen wie Verträge, medizinische Gespräche, rechtliche Fragen oder behördliche Anträge, sollten qualifizierte Fachübersetzer und entsprechende Fachleute die Endfassung übernehmen. Sagen Sie allen Beteiligten vorher Bescheid, wenn ein Gespräch aufgezeichnet wird, und halten Sie sich an die Vorschriften, die in Ihrem Bereich gelten.
Arbeitet Ihr Team jede Woche mit zwei Sprachen, hilft ein kurzes gemeinsames Glossar. Tragen Sie dort Jobtitel, Produktnamen, Abteilungen und typische Fachbegriffe samt der festgelegten Übersetzung ein. Mit einer solchen Liste geht das Gegenlesen viel schneller, und in Ihren übersetzten Dokumenten heißt jeder Begriff immer gleich und nicht mal so, mal so.
Häufige Fragen
Kann KolWrite russische Aufnahmen transkribieren?
KolWrite transkribiert in mehr als 100 Sprachen. Schauen Sie in der Liste der unterstützten Sprachen nach Ihrer Sprache und testen Sie vor dem regulären Einsatz einen kurzen Ausschnitt Ihrer eigenen Aufnahme.
Kann eine einzelne Aufnahme Hebräisch und Russisch enthalten?
Ja, KolWrite ist auf mehrsprachige Abläufe ausgelegt. Wählen Sie beim Hochladen die Hauptsprache aus und prüfen Sie danach gründlich die Stellen, an denen die Sprache wechselt.
Kann ich aus einer russischen Aufnahme eine hebräische Textfassung erstellen?
Ja. Transkribieren und korrigieren Sie zuerst den russischen Text und übersetzen Sie ihn dann ins Hebräische. Lassen Sie das Ergebnis am Ende von jemandem gegenlesen, der beide Sprachen beherrscht.
Wie sollte ich Namen schreiben, die in mehreren Schriftsystemen existieren?
Legen Sie pro Person eine Schreibweise fest und ziehen Sie diese im gesamten Dokument durch. Nutzen Sie dafür die Schreibweise aus offiziellen Dokumenten oder die Form, die die Person selbst bevorzugt.
Was gilt für weniger verbreitete Sprachen?
Schauen Sie zuerst in die Liste der unterstützten Sprachen. Bei Sprachen mit weniger Sprechern sollten Sie eine gründlichere Kontrolle durch jemanden einplanen, der die Sprache fließend spricht.
